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FAMILIE / LIFESTYLE / DIY / REZEPTE

Warum manche Tage auch mal kacke sein dürfen

JA, ich weiß. Kacke sagt man nicht, Kacke macht man nur. Und trotzdem gibt es manche Tage, an denen ich kacke noch als harmloseste Beschreibung bezeichnen würde.

An denen alles schief läuft. An denen meine Laune schlecht ist, mein Nervenkostüm dünn.

An denen einfach alles zu viel ist, weil viel zusammenkommt:

Eine zu kurze Nacht, eine zu lange To-do Liste, zu wenig Zeit für zu viele Dinge.

Dann passt den Kindern der Teller beim Frühstück nicht, wir diskutieren ewig, warum geschlossene Schuhe bei Regenwetter besser sind, als Sandalen. Das Lieblingshirt ist noch in der Waschmaschine…das Drama nimmt seinen Lauf.

Ich trete auf Duplosteine und auf Spielzeugautos, die eigentlich weggeräumt sein müssten und explodiere fast. Innerlich knallt es für mich hörbar und laut, doch ich reiße mich zusammen.

Es reicht. Wirklich.

Ich merke, dass ich in einem Tunnel bin, dass ich ungerecht bin, dass ich zu laut bin. Ich kann mich gerade gar nicht leiden.

Manche Tage sind einfach kacke.

Und ich bin auch gerade kacke, so richtig kacke. Ich habe das Gefühl schon am Limit zu sein. Warum weiß ich nicht, aber ich weiß, dass wir jetzt raus müssen.

Raus aus dem Moment und der Situation, raus aus dem Alltag. Ich lasse die Wäsche, Wäsche sein, auch der gedeckte Tisch muss noch eine Weile warten.

Ich nehme beide Kinder an die Hand und wir gehen nach oben.

Wir kuscheln uns ins Bett, schauen ihre Lieblingssendung und essen dabei eine Tüte Gummibärchen. Die ganze, große XXL Tüte.

An machen Tagen darf man das und an Tagen ,die kacke sind sowieso. Denn manchmal ist einfach der Wurm drin.

Hilfreich ist hierbei immer den Kreislauf zu unterbrechen, ganz bewusst den STOP-Knopf zu drücken. Kurz in sich hinein zu hören und zu versuchen herauszufinden, was gerade wichtig ist und was ich tun kann, um die Situation für alle angenehmer zu machen.

Manchmal reicht eine Umarmung oder auch ein große Tüte Gummibärchen im Bett, manchmal auch etwas Abstand voneinander. Fünf Minuten für sich, etwas frische Luft.

Ganz egal was es auch ist: Es gibt manche Tage, die sind einfach kacke. Das zu wissen und dann bewusst einen Weg zu suchen, sich dem „alles ist kacke“- Kreislauf zu entziehen, ist ein wichtiger Schritt.

Und zu akzeptieren, dass nicht immer alles perfekt läuft. Dass trotz guter Planung immer wieder etwas anders laufen kann, als erwartet. Gerade mit Kinder ist Planung so ne Sache, ich denke ihr wisst was ich meine 😉 .

Und wenn ich spüre, dass wieder einer dieser Tage da ist, der so zu werden scheint, dann habe ich Umarmungen und Gummibärchen im Vorratsschrank. Und ein großes kuschliges Bett. Denn manchmal kann man solche Tage auch einfach wegkuscheln.

In diesem Sinne.

Alles Liebe

Eure Anita

 

 

 

Herz stehen blieb

Als heute fast mein Herz stehen blieb

Eigentlich ist heute ein Tag gewesen wie jeder andere auch. Ziemlich durchschnittlich. Bis ich mit den Kinder im Auto fuhr und wir nur knapp einem Unfall ausweichen konnten.

Es war so knapp, dass es mich seitdem die ganze Zeit beschäftigt, dass ich pausenlos daran denken muss, was gewesen wäre wenn.  Gerade weil die Kinder mit im Auto waren und weil das andere Auto wahrscheinlich die Autotür getroffen hätte, an der eine meiner Töchter saß.

Ich hatte einen ziemlich starken Adrenalinstoß, wurde  zittrig und musste anhalten und eine kurze Pause machen. Mich etwas beruhigen und tief durchatmen.

Am liebsten hätte ich geweint, aber ich wollte die Kinder nicht verunsichern oder ihnen gar Angst machen, denn zum Glück ist nichts passiert. Zum Glück konnte ich ausweichen. Aber was wäre gewesen wenn?

Diese Frage lässt mich noch nicht los, ich male mir in meinen Gedanken viel Szenarien aus und bin doch froh, dass ich hier jetzt sitze und diese Zeilen schreiben kann. Und dankbar, denn das war mehr als nur Glück.

Manchmal geht alles so schnell. Manchmal kann alles so schnell vorbei sein. Gerade auf Instagram bekomme ich momentan einige Schicksalsschläge mit von anderen Frauen, die plötzlich alleine da stehen. Wo völlig unerwartet der Mann gestorben ist und nicht nur seine Frau, sondern auch kleine Kinder zurückgelassen hat.

Da wird meine Herz ganz schwer und ich bin dankbar für jede Minute mit meinen Lieben um mich herum. Denn das alles ist nicht selbstverständlich.

Und gerade nach heute bin ich wieder etwas mehr geerdet. Bin demütig und dankbar. Das hätte heute auch ganz anders ausgehen können.

Als ich die Kinder gerade ins Bett gebracht habe, habe ich sie noch fester gedrückt als sonst. Hab noch einen Moment ihrem Herzschlag gelauscht und ihnen gesagt wie sehr ich sie liebe. Was wäre gewesen wenn zählt nicht, nur das hier und jetzt ist wichtig.

Und ich bringe heute Abend zwei fröhliche und unversehrte Kinder ins Bett, die gar nicht wissen, was wir heute für ein Glück hatten, dass unsere Schutzengel vorhin ganz dicht bei uns waren.

Es tut gut diese Zeilen zu schreiben, ich bin voller Dankbarkeit.

Drückt eure Lieben heute vielleicht noch etwas fester als sonst, geht nicht im Streit auseinander, sagt euch ein paar liebe Worte,verzeiht und freut euch auf- und übereinander. Seid dankbar, für das was ihr habt.

Ich bin heute sehr, sehr dankbar.

Alles Liebe

Eure Anita

 

 

 

 

Zeugnisse Noten

Zeugnisse und Bewertungen in der Schule: Was Noten können und was nicht

Die langen Sommerferien stehen endlich vor der Tür! In einigen Bundesländern gab es schon Zeugnisse, wir müssen noch ein paar Tage warten, bis auch hier die Kinder in die wohlverdienten Sommerferien starten können.

In diesem Jahr wird es bei uns das erste „richtige“ Zeugnis geben. Das heißt, dass sich ab diesem Jahr zum ersten Mal Noten in Ziffernform auf dem Zeugnis befinden werden.

Wo es in der ersten Klasse noch ein kleines Gutachten mit ein paar netten Sätzen gab, so werden nun ganz bald die ersten Noten diesen Platz einnehmen.

Irgendwie ist es ein komische Gefühl, zu wissen, dass mein Kind nun in bestimmte Stufen eingeteilt wird, eine Art Rangfolge festgelegt wird.  Was können diese Noten also?

Was Noten meiner Auffassung nach können, sind Anhaltspunkte schaffen. Mehr nicht.

Sie können eine Art Orientierung geben und Momentaufnahmen widerspiegeln. Was sie nicht dürfen, sind, Druck aufbauen, Angst auslösen oder konkurrierendes Lernen fördern. Und dennoch glaube ich, dass sie genau das oft tun.

Für mich kann eine Ziffer nicht zusammenfassen, was mein Kind geleistet hat, denn dafür bietet mir eine Ziffer zu wenig Information.  Ich mag diese Form des Vergleichens sowieso nicht, denn sind unsere Kinder nicht alle individuell und sollten dementsprechend individuell bestärkt, gefördert und bewertet werden?

Ihr merkt schon, ich bin nicht wirklich ein Befürworter von Noten. Ganz im Gegenteil.

Ich finde es ganz furchtbar, dass jedes Jahr kurz vor der Vergabe der Zeugnisse überall zu lesen und zu hören ist, dass die Sorgentelefone wieder geschaltet sind. Wer ruft denn da an? Sind das Eltern oder doch eher die Schüler, die Angst haben mit ihrem Zeugnis nach Hause zu kommen?

Niemand sollte Angst haben, wegen ein paar Noten, oder?

Noten sagen nämlich nichts über unsere Kinder aus und machen sie auch nicht weniger liebenswert. Wie ein Kind ist, kann eine Ziffer nämlich niemals ausdrücken.

Aber ich kann das. Ich als Mama.

Genau deswegen werde ich in diesem Jahr auch ein Zeugnis ausstellen. Ein Zeugnis mit wertschätzenden, liebevollen und bestärkenden Worten. Ein Zeugnis, dass auflistet, was an meinem Kind besonders ist, was ich schätze.

Ich werde von Momenten erzählen, die durch sie in wunderbarer Erinnerung bleiben, werde ihr großes Herz.ihre Hilfsbereitschaft und ihre Talente beschreiben, ihren Humor und ihre Einfühlsamkeit.

Und wir werden ein Eis essen gehen. Ein ziemlich großes sogar, denn das soll hier ein Ritual werden, auf das wir uns immer freuen. Nicht als Belohnung, sondern als Feier der beginnenden Sommerferien, ganz egal welche Noten auf ihrem Zeugnis stehen.

Falls ihr euren Kindern auch ein Zeugnis ausstellen wollt, dann schaut doch mal bei scoyo vorbei, da gibt es eine tolle Vorlage und die Initiative #mehralsNoten .

 Wie steht ihr zum Thema Zeugnis und Noten? Erzählt doch mal!

Alles Liebe

Eure Anita

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie die Anfangszeit mit Baby WIRKLICH ist

Viele von euch kennen doch bestimmt die Werbung von den toll zurecht gemachten Müttern, die unglaublich gut aussehend und lächelnd nicht nur den Haushalt mit links schmeißen, sondern die natürlich auch ganz nebenbei das neugeborene Baby versorgen.

Die Haare sitzen und das nicht nur wegen einen bestimmten Haarsprays, von Augenringen keine Spur, denn hey, es kann alles so easy sein.

Zumindest wird das einem suggeriert und lässt den Eindruck entstehen, dass ein Baby eigentlich ganz einfach zu wuppen ist, man muss nur gut organisiert sein. Das gilt natürlich auch für den After-Baby-Body, alles eine Frage der Timings..

Erst vor ein paar Tagen las ich die Aussage einer schwangeren Frau, die sagte, dass ihr Mann und sie sich dazu entschieden hätten, ihr Leben mit dem Baby genau so weiterzuleben wie zuvor, selbstverständlich würden sie  weiter gemeinsam Essen gehen, in den Urlaub fliegen und sich mit Freunden treffen, dann halt nur mit Baby.

Dazu kann ich sagen: Schön, dass ihr euch dazu entschieden habt. Ich kann euch aber verraten, dass durchaus die Möglichkeit besteht, dass euer Leben danach doch etwas anders sein wird, weil nämlich nicht mehr nur ihr entscheidet, sondern euer Baby euch viele Entscheidungen abnehmen wird.

Und nein, eure Wohnung wird nicht immer aufgeräumt und sauber sein, auch eure Frisur wir möglicherweise manchmal strähnig sein und nicht gut sitzen.

Um ehrlich sein sein, gab es Tage und Phasen, an denen ich froh war, wenn ich es bis zur Mittagszeit geschafft hatte, mir die Zähne zu putzen. An denen ich nur Jogginghose trug, meine Shirts voller Milchflecken waren und meine Augenringe bis in die Kniekehlen hingen. Ein Jackpot-Tag beinhaltete in Ruhe duschen, das Mittagessen warm essen, ich glaube ihr wisst was ich meine.

Denn ein Baby zu bekommen verändert alles. Und das meine ich durchaus positiv. Ich habe in meinem Leben noch nie so viel Glück und Liebe verspürt, wie in den Momenten, in denen ich meine Kinder das erste Mal in meinem Armen hielt. Mein Herz war nie zuvor so voller bedingungsloser Liebe. Und trotzdem kann das Leben mit einem Neugeborenen sehr anstrengend sein und euch an eure Grenzen bringen.

Es ist völlig ok, wenn ihr Augenringe habt, euer Bauch noch eine ganze Weile schwanger aussieht, ihr nicht  gestylt einkaufen geht und vielleicht auch gar keine Lust habt direkt in den Urlaub zu fliegen oder euch mit Freunden zu treffen. Denn hey, ihr habt gerade ein Baby bekommen! Ihr dürft und sollt den ganzen Tag im Bett liegen und das gerne in der ollsten aber dafür bequemsten Hose, die ihr habt. Eure Wohnung darf unordentlich sein, weil ihr, wenn das Baby schläft,  einfach besseres tun solltet, als aufzuräumen. Und wen von euren Besuchern der Wäscheberg stört, darf ihn gerne abbauen und für euch die Wäsche waschen. Und Essen mitbringen, Dankeschön!

Und nein, ihr müsst nicht drei Wochen nach der Geburt in die Jeans passen, die ihr vor der Schwangerschaft getragen habt. Ihr müsst auch nicht immer grinsend durch die Gegend laufen, ihr dürft auch mal weinen und alles gerade ganz doof finden, weil ihr vielleicht auch dachtet, dass das alles nur eine Frage der Organisation und des Timings wäre und merkt, dass es doch nicht so ist. Und euch vielleicht schlecht fühlt, weil ihr denkt, dass alle anderen das besser schaffen, nur ihr nicht.

Dann sage ich euch, dass ihr das ganz wunderbar macht und ihr euren Weg gehen dürft und sollt. In eurem Tempo und passend zu euren Bedürfnissen und denen des kleinen Menschen, dem ihr das Leben geschenkt habt. Gerne auch in einer nicht top aufgeräumten Wohnung, in Jogginghose und mal einer Fertigpizza zum Abendbrot. Ihr dürft das!  Und Team no sleep, oder Team unaufgeräumt ist eh viel cooler als vorher gedacht, oder was meint ihr? 😉

Alles Liebe

Eure Anita

 

 

Vom Loslassen- wenn Kindern plötzlich Flügel wachsen

Kennt ihr den Spruch mit den Wurzeln und den Flügeln? Den bekam ich damals bei der Geburt meiner Tochter in bestimmt jeder zweiten Glückwunschkarte zu lesen, und dachte mir, dass das mit den Flügeln bestimmt ewig dauern würde…

Denkste.

Mittlerweile sind ziemlich genau 8 Jahre vergangen und ich frage mich jeden Tag wieder, wo die Zeit nur geblieben ist. Gerade eben hatte ich doch noch dieses winzige Menschlein in den Armen, wiegte es hin und her und war mir sicher, dass die Zeit und die Welt stehengeblieben war.

Ihr Geruch und dieses Gefühl unbeschreiblicher Glückseligkeit, mein Hormonhaushalt, der sein Bestes tat und mir bei jedem Anblick von ihr die Freudentränen in die Augen trieb, ich kann mich daran erinnern als wäre es gestern gewesen.

Wenn ich mich jetzt umdrehe, dann ist von dem Baby von damals nicht mehr viel übrig. Aus diesem kleinen hilflosen Wesen ist ein aufgewecktes, schlaues und durchsetzungsstarkes Mädchen geworden, das schon sehr genau weiß was es will.

Dabei habe ich mich doch nur kurz umgedreht. Gefühlt zumindest.

Und jetzt steht sie neben mir und sagt mir ganz genau, dass sie dieses eine T-Shirt bestimmt nicht mehr anzieht, das ist nämlich was für Babys und wenn sie 8 Jahre alt ist, darf ich sie nicht mehr süß nennen, dann ist sie nur noch cool. Alles klar, Mama hat verstanden.

Und überhaupt: Während gefühlt gestern neben mir ein kleines Mädchen im Hochstuhl saß und mir frech grinsend den Brei ins Gesicht schmierte, sitzt da jetzt eine junge Dame, die sich und ihre Meinung durchsetzen will, sich auch gerne abgrenzt und für sich sein will. Die diskutiert, hinterfragt und nicht mehr nur abnickt, wenn man sagt, das sei so.

Ich bin immer wieder überrascht, wie selbstständig sie schon ist, wie sehr sie schon ihren eigenen Weg geht. Und ich bin so stolz.

Obwohl es doch noch etwas komisch ist, wenn sie die Nachmittage bei Freunden verbringt und wir uns erst am Abendbrottisch wiedersehen. Wenn ich so richtig zu spüren bekomme, dass die Sache mit den Flügeln immer mehr Platz einnimmt. Ich bin dann stolz auf der einen Seite, aber auch etwas wehmütig.

Beim Babyspielkreis hat sie damals noch alle Babys weggeschupst, die mir zu nah kamen, heute ertappe ich mich dabei, wie ich gedanklich auch mal gerne schupse. Denn manchmal geht mir das einfach zu schnell. Die Zeit rast.

Also versuche ich diese schönen Momente in mich aufzusaugen, sie festzuhalten. Ihre Kindheit zu genießen und jeden Schritt den sie macht als Kompliment zu sehen. Ein Kompliment an uns als Eltern, an mich als ihr Mama, dass das mit den Wurzeln bis jetzt ganz gut geklappt hat und die sie ihre Flügel nun immer öfter ausbreiten kann.

Denn auch wenn sie viel fliegt , findet sie den Weg immer wieder nach Hause. My home is my castle  und da draußen ist das große Spielfeld, auf dem es gilt Erfahrungen zu sammeln. Manchmal auch die nicht so schönen.

Und wenn dann vielleicht einer dieser Tage kommt, an denen sich ihre Flügel doch nicht mehr so gut anfühlen, an denen sie vielleicht enttäuscht wurde und Trost sucht, dann drücke ich sie an mich, trockne ihre Tränen und richte ihre Flügel, um sie danach wieder gehen zu lassen.

Ich glaube so läuft die Sache mit den Wurzeln und den Flügeln, oder?

Erzählt doch mal!

Alles Liebe

Eure Anita

 

 

 

Weil helfen so wertvoll ist- #WBCD 2017

Ich möchte heute ein paar Zeilen zu einem Thema aufschreiben, dass mir wirklich am Herzen liegt und hoffe auf einen regen Austausch mit euch, vielleicht möchtet ihr mir ja auch kurz erzählen, wie ihr zu diesem Thema steht.

Heute ist nämlich World Blood Cancer Day, ein weltweiter Aktionstag im Kampf gegen den Blutkrebs. Ich selbst bin seit vergangenem Sommer bei der DKMS registriert und möchte euch heute auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen.

Für mich gab es damals keinen konkreten Auslöser, warum ich mich habe registrieren lassen, also kein Fall von Blutkrebs in der Familie oder im Freundes-/oder Bekanntenkreis.

Es war ein klassischer Flyer, der mir die DKMS wieder ins Bewusstsein rief und mich dazu brachte, mich endlich zu registrieren. Das Thema an sich schwirrte mir nämlich schon eine ganze Weile im Kopf herum und so ergriff ich endlich die Initiative.

Zusammen können wir den Blutkrebs besiegen

Ich forderte ein Registrierungsset an, das mich nach wenigen Tagen erreichte. Mit den darin enthaltenen Wattestäbchen machte ich einen Wangenabstrich, füllte ein paar Formulare aus und schickte das Set für meine Registrierung wieder zurück.

Nach einigen Wochen erreichte mich meine Spendercard, die mich als potenziellen Stammzellspender ausweist.

Es war also weder aufwändig, noch tat es weh oder war unangenehm. Ich habe lediglich mit einem Wattestäbchen etwas in meinem Mund rumgerubbelt, so ähnlich wie Zähne putzen nur mit Wattestäbchen auf Wangenschleimhaut. Fertig.

Ich habe dabei ein gutes Gefühl und glaube, dass es wichtig ist, dass meine Daten nun zur Verfügung stehen, um  mich als möglichen Spender sichtbar zu machen.

Ich glaube generell, dass wir alle uns registrieren lassen sollten, denn was kann wertvoller sein als möglicherweise einem anderen Menschen das leben zu retten?

Cancer is an asshole!

Zwar kenne ich niemanden persönlich, der Blutkrebs hat oder hatte, aber ich kenne viele, die schon den Kampf gegen andere Krebsformen kämpfen mussten. Viele haben ihn gewonnen, aber einige haben ihn auch verloren.

Was hätte ich damals dafür gegeben, wenn es mir möglich gewesen wäre durch meine Stammzellen meinen Opa nicht verlieren zu müssen…oder auch einen ehemaligen Kommilitonen, der erst vor ein paar Monaten seine 4-jährige Tochter und seine hochschwangere Frau zurücklassen musste.

Nicht automatisch kann jeder durch seine Registrierung helfen, aber ein Versuch ist es wert und für mich war es eine Pflicht es so zu versuchen.

Genau aus diesem Grund hoffe ich, dass ihr euch alle ein paar Gedanken zu diesem Thema macht und euch vielleicht sogar dazu entscheidet, euch als möglichen Stammzellspender bei der DKMS registrieren zu lassen, falls ihr noch nicht registriert seid.

Wenn man gerade durch diese Krankheit geht, ist man meist nicht nur allein betroffen. Oft leidet die ganze Familie unter den Folgen dieser Erkrankung. Um es kurz zu sagen: Cancer is an asshole!!

Ich bin durch Instagram auf Ines und ihre Familie aufmerksam geworden, die gerade diesen Kampf kämpfen muss und für die eine Stammzellspende die Krankheit vom Papa zwar nicht heilen, aber den Krankheitsverlauf verlangsamen und somit wertvolle Familienzeit bringen kann.

Meine liebe Kollegin Patricia hat Kontakt mit Ines aufgenommen und eine Spendenaktion für sie und ihre  Familie ins Leben gerufen, die ich sehr gerne unterstützen möchte.

Die Familie wünscht sich nämlich sehnlichst einen gemeinsamen Urlaub verbringen zu können, fern ab vom Klinik- und Alltagsstress.

Es wäre wirklich toll, wenn bei dieser Aktion etwas Geld zusammenkommen würde, um Ines und ihrer Familie diesen Wunsch zu erfüllen. Falls ihr diese Aktion also unterstützen möchtet, auch kleinste Summen sind herzlich willkommen, könnte ihr *HIER* etwas Geld spenden. Ich würde mich wirklich freuen, wenn viele von euch mitmachen und auch über die Registrierung bei der DKMS nachdenken!

Alles Liebe

Eure Anita

 

 

 

 

Vatertag Superheld Papa

Mein Papa ist ein Superheld

Nicht nur am heutigen Vatertag, sondern auch ganz generell darf man seinem Papa ruhig mal sagen, dass er ein Superheld ist, oder?

Welcher Papa hört das nicht gerne? 😉

Ich habe mir also gedacht, dass ich meinen Töchtern ein paar Sätze vorgebe, die sie passend zu ihrem Papa ergänzen sollen, was genau dabei rausgekommen ist,  könnt ihr hier nachlesen:

1 .Ohne dich wäre es überhaupt nicht toll

2. Das machst du besser als Mama: toben, kochen ( Anm. der Red. Frechheit! ), Eishockey spielen und den Hexenlauf

3. Wenn jemand fragt wie du bist, dann sage ich: toll, ein Superheld, stark, groß

4. Dieses Essen kannst du richtig lecker kochen: du machst die leckerste Rahmsoße auf der Welt

5. Ich freue mich schon, wenn wir mal wieder zusammen Achterbahn und wilde Maus fahren

6. Dank dir kann ich den Hexenlauf und meine Zunge drehen

7. Am liebsten spiele und kuschel ich mit dir

8. Wenn ich mal groß bin, dann möchte ich mit dir Horrorachterbahn fahren ( Anmerkung der Redaktion 😉 : Eine Geisterbahn mit einer Menge Loopings ) und dich umtoben

9. Mein ( bis jetzt) schönster Tag mit dir war im Naturkundemuseum, wo wir uns einen Tyrannosaurus Rex angeguckt haben

10. Du bist unschlagbar mich im hohen Bogen ins Wasser zu schmeißen

Wir wünschen dir einen schönen Vatertag und  haben dich lieb.

Deine Töchter

Superheld Papa Vatertag

Ihr sehr also, dass der Papa hier wirklich ein richtiger Superheld ist und das nicht nur am Vatertag!

Den Tag haben wir übrigens mit einem gemütlichen Frühstück begonnen und die Kinder haben ihre Geschenke überreicht, eins davon haben wir gemeinsam gebastelt *KLICK*.

Auch am letzten Vatertag habe ich ein paar Zeilen aufgeschrieben, um zu beschreiben, was denn der Papa meiner Kinder für mich bedeutet *KLICK*

Nun wünsche ich euch allen einen schönen Vatertag, habt es fein!

Alles Liebe

Eure Anita

 

 

Ach komm schon, das war doch nicht so schlimm!

Kennt ihr diesen Satz? Ich habe ihn schon so oft gehört, dass ich es gar nicht mehr zählen kann. Auch heute durfte ich wieder diesen weisen Worten lauschen und ich sage es ganz ehrlich: mir ist der Kragen geplatzt.

Nachdem ein Mann mit seinem Einkaufswagen mein Kind gerammt hat und es daraufhin anfing zu weinen, fuhr er an ihr vorbei und faselte so etwas wie: war doch nicht so schlimm, brauchst ja nicht gleich heulen.

Nett, oder? Ich habe ihm hinterher gerufen und ihn gefragt, ob das auch für ihn gelten würde, wenn ich das jetzt gleich mit meinem Einkaufswagen bei ihm machen würde.

Er ist einfach weitergegangen und hat noch nicht mal reagiert, am liebsten hätte ich ihm eine Dose an den Kopf geworfen und den Einkaufswagen gleich hinterher oder ich hätte die Situation mal ganz altmodisch vor der Tür geklärt. In solchen Situationen wünschte ich, ich wäre ein großer muskelbepackter Kerl.

Dass man aus Versehen mal jemanden mit seinem Einkaufswagen rammt, ist das eine. Das ist mir auch schon passiert. Für mich kam es darauf an, wie der Mann danach reagiert hat.

Wenn ich jemandem offensichtlich wehtue, auch ungewollt, tut mir das doch leid, oder? Oder generell: wenn ich mitbekomme, dass sich jemand verletzt, ein Kind weint, frage ich dann nicht zumindest kurz nach, ob alles in Ordnung ist? Ob ich helfen kann? Und wenn ich dieses Weinen verursacht habe, entschuldige ich mich dann nicht? Dabei spielt es für mich überhaupt keine Rolle, ob ich denn jetzt meine, dass das wehgetan hat, oder nicht.

Ich kann es nämlich schlichtweg nicht beurteilen, weil ich nicht der Verletzte bin. Was ich in diesem Moment aber machen kann, ist, mitzufühlen. Nachzufragen, ob ich helfen kann, trösten,  Empathie zeigen. Gerade dann, wenn es sich um ein Kind handelt.

Was meiner Tochter aber gezeigt wurde, ist, dass es ok ist, wenn fremde Menschen sie verletzen. Dass man sich dann auch nicht entschuldigen braucht und dass sie sich nicht so anstellen soll. Dass sie übertreibt, weil sie gleich heult.

Unmöglich. Und Glück für den Mann, dass ich die Dosen im Regal nicht gleich griffbereit hatte.

Zumindest wusste sofort der ganze Supermarkt, dass die Situation für mich nicht ok war, ich habe es lauthals kundgetan.

Und meine Tochter getröstet. Mit Zauberpuste, einer Umarmung und ein paar liebevollen Worten.

Weil ich nämlich nicht nur ihre Mutter bin, sondern auch ein Vorbild. Damit sie weiß, wie man sich in solchen Situationen normalerweise verhält. Und dass man weinen darf, wenn einem etwas wehtut. Man sich nicht anstellt, sondern nur zeigt, wie es einem gerade geht.

Und dass niemand einem wehtun und dann einfach weitermarschieren darf. Fertig.

Ich finde wir müssen unsere Kinder dafür sensibilisieren, dass so ein  Verhalten nicht in Ordnung ist und zeigen wie es richtig geht, damit wir unsere Kinder zu emphatischen Erwachsenen erziehen können.

Kennt ihr diesen Satz oder eine ähnliche Situation? 

Es hat auf jeden Fall gut getan, ein paar Worte darüber aufzuschreiben.

Alles Liebe

Eure Anita

 

 

 

 

 

Bauchgefühl

Für mehr Bauchgefühl

Als ich mein erstes Kind erwartete, wurde mir ziemlich schnell klar, dass meine Schwangerschaft nicht nur meine Privatsache sein würde, sondern auch viele Außenstehende anlocken würde, die mit allerlei gut gemeinten Ratschlägen und Tipps meinten teilhaben zu dürfen und zu müssen.Was ich jetzt alles nicht mehr essen dürfe, wie sie sich denn gefühlt hätten, ob ich denn schon dies und jenes getan hätte und wann es denn soweit wäre… Nicht zu vergessen die ungefragten Versuche mir an den Bauch zu fassen. Ich war ziemlich überrascht von der Penetranz mit der mir Fremde immer wieder begegneten.

Es verunsicherte mich extrem, ich kam ins Grübeln, wenn ich dies und jenes noch nicht wusste oder beachtet hatte, bekam ein schlechtes Gewissen mir und meinem ungeborenen Kind gegenüber.

Ich begann Ratgeber zu wälzen, wollte mich besser informieren und auf alles vorbereitet sein. Was ich in dieser Zeit völlig vernachlässigte war mein Bauchgefühl. Es war schlicht nicht mehr existent.

Es lastete ein großer Druck auf meinen Schultern, denn ich hatte das Gefühl es allen recht machen zu müssen. Diesen Druck machte ich mir selbst und sah in vielen Bemerkungen anderer Zurechtweisungen ,Belehrungen und Schuldzuweisungen.

Irgendwann wurde mir das alles zu viel.  Ich fühlte mich schlecht und unwohl. Ich zog mich zurück und begann zu verstehen, dass nicht die anderen das Problem waren, sondern ich selbst.

Weil ich sie zu nah an mich ran ließ, weil ich mir alles zu Herzen nahm, weil ich sie gewähren ließ und weil ich dafür mein Bauchgefühl abgestellt hatte. Unbewusst, aber trotzdem abgestellt.

Als mir das klar wurde, tauschte ich mein schlechtes Gewissen ein gegen eine große Portion Selbstbewusstsein.  Und ich hörte endlich wieder auf mein Bauchgefühl. Das hatte mir nämlich immer sehr verlässlich gesagt, was der für MICH richtige Weg sein würde.

Und genau das war und ist der springende Punkt. Es gibt viele Meinungen, Überzeugungen, Einstellungen zu noch mehr Themen und Möglichkeiten. Wichtig ist dabei nicht, was für dein Gegenüber, deine Nachbarn oder die fremden Bauchgrapscher im Supermarkt richtig ist, sondern allein das, was sich für dich richtig anfühlt. Für dich und deine Familie, für deine Kindern. Denn du kennst dich, deine Kinder und deine Familie am besten.

Und es muss schon gar nicht der Weg sein, den andere gehen, nur weil ihn viele gehen.

Es muss sich für dich gut anfühlen, nur für dich. Fertig.

Damit kam ich nicht nur gut durch die Schwangerschaften, sondern auch gut durch alle anderen anscheinend ratgeberpflichtigen Zeiten. Nein, mein Kind hat nicht immer Hunger oder friert, wenn es schreit. Nein, meine Milch reicht, ich muss nicht zufüttern. Nein, ich verwöhne mein Baby nicht, nur weil ich es im Tragetuch trage.

Damit möchte ich nicht sagen, dass man sich keinen Rat holen sollte, ganz im Gegenteil! Aber übergriffig, bestimmend und ungefragt mag ich einfach nicht.

Man sagt ja nicht umsonst, dass man mit etwas Bauchschmerzen hat oder es sich nicht richtig anfühlt.

Zumindest glaube ich das ganz fest und vertraue weiterhin auf mein Bauchgefühl!

Was sagt ihr? Kennt ihr diese Situationen auch?

Alles Liebe

Eure Anita

 

 

Die Sache mit den Hausaufgaben

Man kann sicherlich über den Sinn oder Unsinn von Hausaufgaben streiten. In einigen Schulen wurden sie gänzlich abgeschafft, in vielen anderen gehören sie weiterhin zum festen Unterrichtsplan und somit müssen sich viele Schüler am Nachmittag mit dem Thema Hausaufgaben auseinandersetzen. Der eine mit mehr Motivation und Lust als der andere, aber gemacht werden müssen sie am Ende doch irgendwie.

Wenn ich an meine eigene Schulzeit zurückdenke, kann ich mich ehrlich gesagt überhaupt nicht an Hausaufgaben in der Grundschule erinnern. Erst später auf dem Gymnasium hatten wir Treffpunkte auf den Schülertoiletten oder in bestimmten Ecken auf dem Schulhof, um noch schnell die Hausaufgaben abzuschreiben, oder andere Mitschüler abschreiben zu lassen. Das war irgendwann so gut organisiert, dass ich glaube, dass allein der Aufwand alles möglichst unauffällig aussehen zu lassen, uns hat viel lernen lassen. Wir wurden zu richtigen „Hausaufgabenabschreibespezialisten“, wussten genau wer in welchem Fach der Beste war, bei wem man lieber nicht abschreiben sollte und wann man wen am besten antreffen konnte. Wir hätten eine Firma gründen sollen 😉 .

Mittlerweile liegt die Schulzeit schon eine ganze Weile hinter mir, das Thema Hausaufgaben betrifft mich jetzt als Mutter einer 2. Klässlerin, die sich auch nicht immer mit ihren Hausaufgaben anfreunden kann.

Die Frage, die ich mir also stellte war: Wie kann ich meine Tochter dabei unterstützen, die Hausaufgaben so gut wie möglich zu erledigen?

Ohne Druck lernt es sich einfach besser und so wollte ich eine möglichst angenehme und entspannte Atmosphäre schaffen, wenn die Hausaufgaben erledigt werden müssen. Warum also nicht mal die Hausaufgaben in der Sonne liegend am See erledigen? Oder draußen im Garten? Das Einmaleins lässt sich auch wunderbar hüpfend auf einem Hüpfball lernen oder auch hängend an der Turnstange. Nicht immer muss man an einem Schreibtisch sitzen und auf ein Blatt Papier starren.

Oft lernt es sich so viel angenehmer, wenn man vorab ein bißchen kreativ wird und gemeinsam überlegt, wo der beste Ort für die Erledigung der Hausaufgaben sein kann.

Ganz leer sollte der Magen auch nicht sein und ein großes Glas Wasser immer in der Nähe stehen und schon kann man mit kleinen Dingen die Hausaufgabensituation um einiges entspannter gestalten.

Die Hausaufgaben an sich sind und bleiben der Job meiner Tochter. Allerdings unterstütze ich sie gerne dabei einen möglichst entspannten Umgang mit ihnen zu finden. Für sie, für den Familienfrieden und für ein stressfreies lernen.

Manchmal gibt es aber trotzdem Situationen, in denen man Unterstützung braucht und so teile ich gerne den Link zum Studienkreis mit euch, die euch da gerne beratend zur Seite stehen.

Mit diesem Blogbeitrag nehme ich an der Blogparade der lieben Bea von tollabea teil, die dazu aufgerufen hat, ein paar Gedanken zum Thema #hausaufgabenhilfe niederzuschreiben. Das hier waren nun meine, ich freue mich sehr auf eure Ideen und Erfahrungen rund um das Thema!

Alles Liebe und eine stressfreie Hausaufgabenzeit!

Eure Anita